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Ratgeber Employee Advocacy · Grundlagen · 7 Min. Lesezeit

Employee Advocacy: Definition, Programm und Software

Florian Hieß·Aktualisiert 13.10.2026
KURZ GESAGT

Employee Advocacy heißt, dass Mitarbeitende Inhalte ihres Unternehmens freiwillig über ihre eigenen Social-Media-Profile teilen, meist auf LinkedIn. Anders als Corporate Influencer schreiben sie dafür keine eigenen Beiträge, sie verbreiten freigegebene Inhalte, oft per App. LinkedIn hat seine eigenen Advocacy-Funktionen ab November 2024 schrittweise eingestellt. Wer ein Programm will, braucht deshalb freiwillige Teilnahme, teilbare Inhalte, Leitlinien, eine faire Messung auf Programmebene und meist eine Software.

Die Unternehmensseite postet eine neue Stellenanzeige, und die Reichweite bleibt im Kreis ihrer Follower. Teilen Kolleg:innen denselben Beitrag mit einem eigenen Satz, sehen ihn plötzlich ganz andere Netzwerke. Das ist die Idee hinter Employee Advocacy. Hier steht, was der Begriff bedeutet, wie er sich von Corporate Influencern unterscheidet, wie ein Programm funktioniert, wie du es misst und welche Grenzen LinkedIn setzt. Der Ratgeber richtet sich an Kommunikations-, HR- und Marketingteams, die ein Programm prüfen, neu aufsetzen oder nach der Abschaltung der LinkedIn-Funktionen umbauen müssen. Unser Urteil vorweg: Ohne Freiwilligkeit und ohne Inhalte, die Mitarbeitende gern teilen, hilft keine Software. Alle Angaben mit Quelle, Stand 13.10.2026; der Text ist keine Rechtsberatung.

Was ist Employee Advocacy?

Employee Advocacy ist laut LinkedIn-Marketing-Blog (2018) „the promotion of your company by the people who work for it“, also die Fürsprache für ein Unternehmen durch die Menschen, die dort arbeiten. Im Deutschen ist oft vom Prinzip „Mitarbeiter als Markenbotschafter“ die Rede. Als Beispiel nennt LinkedIn, den neuesten Beitrag aus dem Firmenblog im eigenen Feed zu teilen.

In der Praxis bedeutet Employee Advocacy drei Dinge. Die Inhalte kommen meist aus dem Unternehmen: Stellenanzeigen, Produktneuheiten, Fachartikel, Messeauftritte. Die Verbreitung läuft über persönliche Profile, also über Netzwerke, die die Unternehmensseite allein nicht erreicht. Und die Teilnahme ist freiwillig, denn ein persönliches Profil bleibt das Profil der Person.

Employee Advocacy ist damit ein Verteilungsmodell. Es lebt von vielen Teilnehmenden, die mit wenig Aufwand gelegentlich teilen. Das macht es planbar, aber auch anfällig: Sind die Inhalte langweilig oder zu werblich, teilt niemand. Gute Employee Advocacy Beispiele sind deshalb Inhalte, auf die Mitarbeitende selbst stolz sind, etwa ein abgeschlossenes Projekt, eine Auszeichnung des Teams oder eine Stelle in der eigenen Abteilung.

Was unterscheidet Employee Advocacy von Corporate Influencern?

Bei Employee Advocacy teilen viele Mitarbeitende fertige Unternehmensinhalte, Corporate Influencer bauen als wenige ausgewählte Personen eine eigene Stimme mit eigenen Beiträgen auf. Die SRH Fernhochschule beschreibt Corporate Influencer als Mitarbeitende, die authentisch über das eigene Unternehmen kommunizieren und Vertrauen aufbauen.

Employee AdvocacyCorporate Influencer
Teilnehmendeviele, oft offen für allewenige, ausgewählt
Inhaltfreigegebene Firmeninhalte, ergänzt um einen eigenen Satzeigene Beiträge mit persönlicher Sicht
Aufwand pro PersonMinuten pro Wochelaufend, oft Stunden pro Woche
Typisches WerkzeugApp oder Newsfeed zum TeilenRedaktionsplan, zentrale Profilbetreuung

Die Grenze ist fließend. Wer anfangs nur teilt, schreibt später vielleicht eigene Beiträge. Für die Planung lohnt die Trennung trotzdem, weil sich Ziele, Aufwand und Werkzeuge stark unterscheiden. Ein Advocacy-Programm misst du an Verbreitung und Klicks, ein Corporate-Influencer-Programm eher an Gesprächen und Vertrauen über längere Zeit. Wie du einzelne Personen als Stimme aufbaust, steht im Ratgeber Corporate Influencer.

Wie funktioniert ein Employee Advocacy Programm?

Ein Employee Advocacy Programm funktioniert in 5 Schritten: Ziel festlegen, Inhalte bereitstellen, Mitarbeitende einladen, das Teilen erleichtern und auswerten. Die Schritte sind unsere Empfehlung, keine Norm.

  1. Ziel festlegen: Leite das Ziel aus deiner Social-Media-Strategie ab, etwa mehr Bewerbungen, mehr Besuche auf Fachartikeln oder mehr Sichtbarkeit bei einer Messe. Ein Ziel pro Quartal reicht.
  2. Inhalte bereitstellen: Sammle Beiträge, die Mitarbeitende gern teilen, und mische Firmeninhalte mit Brancheninhalten. Gib zu jedem Beitrag einen kurzen Textvorschlag, den die Person anpassen kann.
  3. Einladen: Erkläre, worum es geht, und mach klar, dass niemand mitmachen muss. Die Hochschule Ansbach fand in einer Studie mit mehr als 100 Beschäftigten (ECSM 2025) zu Corporate-Influencer-Programmen, dass eine aktiv gepflegte Unternehmenskultur für die Teilnahme entscheidend ist. Für breite Programme ist das plausibel übertragbar.
  4. Teilen erleichtern: Je weniger Klicks, desto mehr Teilnahme. Eine App oder ein Newsfeed bündelt die Inhalte an einem Ort. Ermutige zu eigenen Worten, denn ein kommentarlos geteilter Beitrag wirkt wie Pflicht.
  5. Auswerten: Schau monatlich, welche Inhalte geteilt werden und welche nicht, und passe die Auswahl an. Frag die Teilnehmenden auch direkt, was ihnen fehlt; oft sind es Inhalte aus dem eigenen Bereich.

Leg außerdem in kurzen Leitlinien fest, was nicht geteilt wird, etwa interne Zahlen oder Kundennamen ohne Freigabe, und wer bei kritischen Kommentaren hilft. Ein Employee Advocacy Programm ohne solche Regeln verunsichert gerade die Vorsichtigen, die du gewinnen willst.

Benenne eine verantwortliche Person, die Inhalte pflegt und Fragen beantwortet. Ohne sie verwaist der Newsfeed nach wenigen Wochen.

Wie misst du Employee Advocacy?

Employee Advocacy misst du über die Reichweite und Interaktionen der geteilten Beiträge und über das Ziel, das du vorher festgelegt hast, etwa Bewerbungen oder Seitenbesuche. Belastbare Standardkennzahlen gibt es nicht: Eine Studie der Universität Leipzig um Ansgar Zerfaß (2026, 52 Organisationen) fand, dass Organisationen für verwandte Corporate-Influencer-Programme ausgereifte Ansätze zur Evaluation noch fehlen.

Für LinkedIn helfen die Begriffe aus der LinkedIn-Hilfe zu Beitragsanalysen:

KennzahlBedeutung laut LinkedIn-Hilfe
Impressionswie oft der Beitrag angezeigt wurde, geschätzt
Members reachedeinzelne Mitglieder und Seiten, die den Beitrag gesehen haben
EngagementsReaktionen, Kommentare, Speicherungen, Sendungen und Reposts

Wichtig: Diese Werte sieht zunächst die Person, die geteilt hat. Was ein Unternehmen davon sieht, hängt vom Tool und den erteilten Rechten ab. Miss deshalb auf Programmebene, etwa geteilte Beiträge pro Monat und Klicks auf verlinkte Seiten über UTM-Parameter. Verzichte auf Ranglisten einzelner Personen, weil sie Druck erzeugen und die Mitbestimmung berühren können. Vergleiche stattdessen Zeiträume: Wie viele Beiträge wurden im Quartal geteilt, wie viele Klicks und Bewerbungen kamen über geteilte Links, und welche Themen liefen besser als andere? So erkennst du nach einigen Monaten, ob sich der Aufwand lohnt.

Welche Grenzen setzt LinkedIn?

LinkedIn hat seine eigenen Employee-Advocacy-Funktionen abgeschaltet: Laut LinkedIn-Hilfe werden My-Company-Tab, Employee-Advocacy-Tab und Curator-Rolle ab November 2024 schrittweise eingestellt. Employee Advocacy auf LinkedIn läuft seitdem über manuelles Teilen oder über externe Partner, auf die LinkedIn selbst verweist. Wer nach „Employee Advocacy LinkedIn“ sucht, findet oft noch Anleitungen zum My-Company-Tab; diese Anleitungen sind veraltet. Daten aus der alten Advocacy-Auswertung sollten Admins laut LinkedIn-Hilfe vor November 2024 exportieren, später nur noch über die Pages Data Portability API.

Geblieben ist die Funktion „Beschäftigte informieren“. Laut LinkedIn-Hilfe gelten dafür klare Grenzen:

  • Admins können Mitarbeitende nur einmal täglich benachrichtigen.
  • Als Mitarbeitende zählen Mitglieder, die die Unternehmensseite unter Berufserfahrung angeben.
  • Bei 0 oder 1 vernetzten Mitarbeiter:innen, bei Beiträgen mit Zielgruppe und bei bereits benachrichtigten Beiträgen geht es nicht.
  • Die Zustellung kann mehrere Stunden dauern und folgt einem Relevanzmodell, Beschäftigte können ablehnen.

Wie du Beiträge auf Unternehmensseite und persönlichem Profil vorplanst, steht unter LinkedIn-Beiträge planen.

Was gilt bei Datenschutz, Mitbestimmung und Kennzeichnung?

Bei Employee Advocacy brauchst du freiwillige Teilnahme, eine geklärte Datengrundlage und gegebenenfalls die Beteiligung des Betriebsrats. Der Europäische Datenschutzausschuss (EDPB) hält in seinen Leitlinien 05/2020 (Rn. 21 und 22) fest, dass Beschäftigte nur in Ausnahmefällen frei einwilligen können. Nach Art. 7 Abs. 3 DSGVO ist eine Einwilligung jederzeit widerrufbar.

Wertet eine Software das Verhalten einzelner Beschäftigter aus, nennt § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG in Deutschland ein Mitbestimmungsrecht, in Österreich verlangt § 96 Abs. 1 Z 3 ArbVG unter Umständen die Zustimmung des Betriebsrates. Zur Kennzeichnung: Der Leitfaden der Medienanstalten (Stand Mai 2025) verlangt sie bei Bezahlung oder Gegenleistung, behandelt Mitarbeitende aber nicht ausdrücklich. Details stehen im Ratgeber zu Corporate Influencern; lass deinen Fall rechtlich prüfen. Kläre vor dem Start schriftlich, welche Daten die Software aus verbundenen Profilen erhebt, wer die Auswertungen sieht und was beim Austritt einer Person mit der Verbindung passiert.

Welche Employee Advocacy Software gibt es?

Employee Advocacy Software gibt es als eigenes Produkt, als Add-on zu Social-Media-Management-Tools oder als Teil eines Enterprise-Plans. Meist stellt eine App oder ein Newsfeed freigegebene Inhalte bereit, die Mitarbeitende teilen. Alle Angaben laut Anbieter, Stand 13.10.2026.

ToolArbeitsweise laut AnbieterPreis laut Anbieter
FaceliftApp Facelift Amplify, Mitarbeitende teilen freigegebene Inhaltein allen Plänen enthalten
LomavisLomavis Share verteilt fertige Inhalte an Mitarbeitende, Partner und Händler79 € pro Monat jährlich, 99 € monatlich (1 Nutzer, 100 Abonnent:innen)
SocialHubSocialHub Advocacy mit Newsfeeds und AnalyticsAdd-on ab 10 Markenbotschafter:innen, auf Anfrage
SprinklrAdvocacy-App für Android und iPhone, SSO, mehrsprachignicht öffentlich
Vista SocialAdd-on mit Advocatesgratis mit 3 Advocates, sonst 199 $ pro Monat für 25 Mitarbeitende

Agorapulse und Sprout Social führen Advocacy als Add-on mit Preis auf Anfrage, Hootsuite und Adhook nur im Enterprise-Plan. Einen anderen Ansatz beschreibt Swat.io: Dort plant und betreut ein Team persönliche LinkedIn-Profile zentral, was eher zu einem kleinen Corporate-Influencer-Kreis passt. Achte beim Vergleich auf die Zähleinheit: Vista Social rechnet nach Mitarbeitenden, Lomavis Share nach Nutzer:innen und Abonnent:innen, SocialHub setzt eine Mindestzahl an Markenbotschafter:innen. Datenstandorte und Details stehen unter Employee-Advocacy-Tools im Vergleich.

Passende Tools aus unserem Vergleich

7,9/ 10

Facelift

Social-Media-Management-Plattform für Unternehmen mit den Modulen Orchestrate (Planung und Publishing), Engage (Community-Management), Analyze (Analytics), Amplify (Employee Advocacy) und Inspire (Content-Ideen).

Preis auf Anfrage

8,2/ 10

Lomavis

Deutsches Social-Media-Tool, mit dem Unternehmen und Agenturen viele Profile zentral planen, veröffentlichen, beantworten und auswerten (Cockpit) sowie Inhalte an Mitarbeitende und Partner verteilen (Share).

ab € 24/Monat

8,0/ 10

SocialHub

Social-Media-Management-Software aus Deutschland mit Smart Inbox für Community Management, Content Planner und Analytics, ergänzt um Add-ons wie Social Listening, Benchmarking und Employee Advocacy.

Preis auf Anfrage

8,4/ 10

Vista Social

Social-Media-Management-Plattform für Agenturen, Marken und Multi-Location-Unternehmen mit Planung, Social Inbox, DM-Automationen, Reviews, Reports, Link-in-Bio, Employee Advocacy und Social Listening als Add-on.

ab $ 99/Monat

Häufige Fragen

Was heißt Employee Advocacy auf Deutsch?

Employee Advocacy heißt wörtlich Fürsprache durch Mitarbeitende. Im Deutschen ist meist von Mitarbeitenden als Markenbotschafter:innen die Rede. Gemeint ist, dass Beschäftigte Inhalte ihres Arbeitgebers freiwillig über ihre eigenen Social-Media-Profile teilen. LinkedIn definiert den Begriff in seinem Marketing-Blog (2018) als Werbung für das Unternehmen durch die Menschen, die dort arbeiten. Typische Beispiele sind geteilte Stellenanzeigen, Produktneuheiten oder Fachartikel des Unternehmens.

Welche Inhalte eignen sich für Employee Advocacy?

Für Employee Advocacy eignen sich Inhalte, auf die Mitarbeitende selbst stolz sind, etwa ein abgeschlossenes Projekt, eine Auszeichnung des Teams oder eine Stelle in der eigenen Abteilung. Dazu kommen Produktneuheiten, Fachartikel und Messeauftritte. Mische Firmeninhalte mit Brancheninhalten und gib zu jedem Beitrag einen kurzen Textvorschlag, den die Person anpassen kann. Zu werbliche Inhalte teilt kaum jemand.

Müssen Mitarbeitende bei Employee Advocacy mitmachen?

Employee Advocacy sollte immer freiwillig sein, weil persönliche Profile den Mitarbeitenden gehören. Der Europäische Datenschutzausschuss hält in seinen Leitlinien 05/2020 fest, dass Beschäftigte nur in Ausnahmefällen frei einwilligen können. Wer nicht teilen will, darf keine Nachteile haben, auch nicht indirekt über Ranglisten oder Zielvorgaben. Arbeitsrechtliche Einzelfragen klärst du mit Rechtsberatung und Betriebsrat. Halte die Teilnahme schriftlich fest und erkläre, wie jemand jederzeit wieder aussteigen kann.

Braucht man für Employee Advocacy eine Software?

Für Employee Advocacy brauchst du nicht zwingend eine Software, für ein größeres Programm ist sie aber meist sinnvoll. Ohne Tool teilen Mitarbeitende Beiträge manuell, und Admins einer LinkedIn-Unternehmensseite können sie über wichtige Beiträge benachrichtigen. Eine Software bündelt freigegebene Inhalte in einer App oder einem Newsfeed und wertet das Teilen aus. Je mehr Personen mitmachen, desto mehr spart dieser zentrale Ort.

Gibt es Employee Advocacy noch direkt in LinkedIn?

Eine eigene Employee-Advocacy-Funktion gibt es in LinkedIn nicht mehr. Laut LinkedIn-Hilfe werden My-Company-Tab, Employee-Advocacy-Tab und Curator-Rolle ab November 2024 schrittweise eingestellt. Admins können weiterhin Beiträge von Mitarbeitenden teilen und Beschäftigte über wichtige Beiträge informieren. Für mehr verweist LinkedIn auf externe Partner und Software. Wer ein Programm mit Newsfeed und Auswertung will, braucht deshalb ein eigenes Werkzeug.

Wie oft kann ich Mitarbeitende auf LinkedIn benachrichtigen?

Admins einer Unternehmensseite können Mitarbeitende laut LinkedIn-Hilfe nur einmal täglich über einen Beitrag benachrichtigen. Bei Beiträgen mit Zielgruppe, bereits benachrichtigten Beiträgen oder 0 oder 1 vernetzten Mitarbeiter:innen geht es gar nicht. Die Zustellung kann mehrere Stunden dauern, folgt einem Relevanzmodell, und Beschäftigte können die Benachrichtigungen ablehnen. Nutze die Funktion deshalb nur für wirklich wichtige Beiträge.

Was passiert mit den alten Employee-Advocacy-Daten aus LinkedIn?

Die Auswertungen aus dem alten Employee-Advocacy-Tab sollten Admins laut LinkedIn-Hilfe vor November 2024 exportieren. Danach sind die Daten nur noch über die Pages Data Portability API zugänglich. Curator verlieren ihre Advocacy-Funktionen und werden zu Analysten. Hast du den Export verpasst, sprich mit deiner IT oder einem LinkedIn Marketing Partner, ob ein Abruf über die Schnittstelle für dich in Frage kommt.

Welche Kennzahlen zeigen, ob Employee Advocacy wirkt?

Ob Employee Advocacy wirkt, zeigen Reichweite und Interaktionen der geteilten Beiträge sowie das vorher festgelegte Ziel, etwa Bewerbungen oder Klicks auf verlinkte Seiten. LinkedIn weist dafür Impressions, erreichte Mitglieder und Engagements aus. Miss auf Programmebene statt pro Person, damit niemand unter Druck gerät. Vergleiche dafür Quartale miteinander und markiere geteilte Links mit UTM-Parametern.

Was kostet Employee Advocacy Software?

Employee Advocacy Software kostet bei Anbietern mit veröffentlichten Preisen ab 79 € pro Monat. Lomavis Share kostet laut Preisseite 79 € pro Monat bei jährlicher Abrechnung, Vista Social 199 $ pro Monat für 25 Mitarbeitende, mit 3 Advocates gratis. Facelift enthält Amplify laut Anbieter in allen Plänen, Hootsuite und Adhook nur im Enterprise-Plan. Agorapulse, SocialHub und Sprout Social nennen Preise nur auf Anfrage (Stand Oktober 2026).

Kann ich Employee Advocacy Software kostenlos testen?

Einige Anbieter von Employee Advocacy Software lassen sich laut eigenen Angaben kostenlos ausprobieren. SocialHub nennt für sein Advocacy-Add-on einen kostenlosen Test über zwei Monate, Vista Social bietet das Add-on mit 3 Advocates gratis an. Facelift nennt für seine Pläne, die Amplify enthalten, einen Test über 14 Tage. Prüf beim Test, ob die Advocacy-Funktion wirklich freigeschaltet ist (Stand Oktober 2026).

Wo speichern Employee-Advocacy-Tools die Daten?

Der Datenstandort hängt vom Anbieter ab. Laut Anbieterangaben hosten Facelift und SocialHub in Deutschland, Lomavis in Deutschland und der EU, Agorapulse in der EU (Irland). Vista Social und Sprout Social speichern Daten in den USA. Weil die Tools Daten aus persönlichen Profilen verarbeiten, lohnt der Blick in Auftragsverarbeitungsvertrag und Datenschutzhinweise vor dem Start (Stand Oktober 2026).

Muss man geteilte Firmenbeiträge als Werbung kennzeichnen?

Geteilte Firmenbeiträge musst du laut Leitfaden der Medienanstalten (Stand Mai 2025) kennzeichnen, wenn du dafür eine Bezahlung oder andere Gegenleistung erhältst. Reposts ohne Kooperation und ohne eigenes kommerzielles Interesse brauchen dort keine Kennzeichnung. Mitarbeitende behandelt der Leitfaden nicht ausdrücklich. Details stehen im Ratgeber Corporate Influencer; lass Einzelfälle rechtlich prüfen.

Muss der Betriebsrat bei Employee Advocacy Software zustimmen?

Der Betriebsrat kann mitbestimmen, wenn die Software Verhalten oder Leistung einzelner Beschäftigter auswertet. In Deutschland nennt § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG dafür ein Mitbestimmungsrecht, in Österreich verlangt § 96 Abs. 1 Z 3 ArbVG die Zustimmung des Betriebsrates für Kontrollsysteme, die die Menschenwürde berühren. Bezieh den Betriebsrat früh ein und verzichte auf Ranglisten einzelner Personen. Das ist keine Rechtsberatung.