Jeden Morgen will die Geschäftsführung wissen, was über das Unternehmen in der Zeitung steht. Ein Pressespiegel beantwortet genau diese Frage, gebündelt in einer Mail oder einem PDF. Hier erfährst du, wie du ihn selbst baust, wann ein Medienbeobachtungsdienst die bessere Wahl ist und was das Urheberrecht in Deutschland, Österreich und der Schweiz dazu sagt. Unser Urteil vorweg: Eine Linkliste mit eigener Zusammenfassung schaffst du allein. Sobald du ganze Artikel kopierst und verteilst, brauchst du eine Lizenz oder einen Dienst, der sie mitbringt. Stand aller Angaben: 13.10.2026.
Was ist ein Pressespiegel?
Ein Pressespiegel ist laut Duden eine „Zusammenstellung aktueller Presseberichte“. In Unternehmen heißt das: Jemand sammelt die Artikel, in denen die eigene Marke, die Geschäftsführung, Produkte oder Branchenthemen vorkommen, und schickt sie gebündelt an einen festen Verteiler.
Was ist ein Pressespiegel heute in der Praxis? Fast immer ein elektronischer Pressespiegel. Er kommt als PDF, als HTML-Mail, im Intranet oder in einem Kundenportal an. Die VG Wort unterscheidet ausdrücklich zwischen Papierpressespiegeln und elektronischen Pressespiegeln, die per Intranet oder E-Mail verbreitet werden. Für beide gelten unterschiedliche Abrechnungswege, dazu weiter unten mehr.
Typische Inhalte:
- Artikel über das eigene Unternehmen und seine Köpfe
- Berichte über Wettbewerber
- Branchen- und Politikthemen, die dein Geschäft betreffen
- auf Wunsch Radio- und TV-Beiträge
Der Pressespiegel ist dabei das Endprodukt der Medienbeobachtung: Die Beobachtung sammelt alle Treffer, der Pressespiegel enthält nur die ausgewählten. Bei Landau Media wählt laut Factsheet ein festes Redaktionsteam aus, bei pressrelations reicht die Spanne von vollautomatisch bis vollständig redaktionell.
Der Pressespiegel zeigt, was erschienen ist. Wie die Berichterstattung insgesamt ausfällt, beantwortet erst die Medienanalyse, die wir weiter unten erklären.
Pressespiegel erstellen: selbst oder als Dienst?
Ob du einen Pressespiegel selbst erstellst oder beauftragst, hängt an drei Fragen: Welche Quellen brauchst du, wer klärt die Rechte und wie viel Zeit hast du jeden Morgen. Die Tabelle stellt beide Wege gegenüber. Die Angaben zu den Diensten stammen von den Anbietern, Stand 13.10.2026.
| Kriterium | Selbst erstellen | Dienst beauftragen |
|---|---|---|
| Quellen | frei zugängliche Online-Medien, etwa über Google Alerts | Print, Online, TV und Radio; pressrelations nennt auch Inhalte hinter Paywalls |
| Auswahl | du selbst | Redaktion oder Recherche-Team, etwa bei Landau Media, pressrelations und ARGUS Data Insights |
| Rechte | du klärst sie selbst | teils im Preis enthalten (APA-Comm, pressrelations), teils Sache des Kunden (ARGUS Data Insights) |
| Kosten | deine Arbeitszeit | APA-Comm ab 59 EUR pro Monat, viele Dienste nur auf Anfrage |
| Zustellung | wann du fertig bist | APA-Comm werktags bis 9 Uhr, Landau Media frühmorgens |
Unsere Einschätzung: Für ein kleines Team mit einer Handvoll Erwähnungen pro Woche reicht der eigene Pressespiegel. Ein Dienst lohnt sich, sobald du Printartikel im Volltext, Rundfunk oder einen täglichen Versand an viele Empfänger:innen brauchst. Dann kostet die eigene Lösung mehr Zeit als sie spart, und die Lizenzfrage löst der Dienst gleich mit.
Ein Mittelweg: Du erstellst die Übersicht selbst und verlinkst nur auf die Originalartikel. So bleibt der Aufwand klein, und du kopierst keine fremden Texte. Für Printartikel ohne Online-Version hilft dieser Weg allerdings nicht.
Der zweite Mittelweg ist Self-Service mit Lizenz. Im MediaMonitor von PMG Presse-Monitor suchst du selbst in über 3.000 Print- und Online-Titeln und erwirbst die Nutzungsrechte je Artikel automatisch beim Bezug. Laut Preisseite kostet das ab 50 EUR netto pro Monat, plus Lizenzkosten je Beitrag nach Medium und Empfängerzahl.
Wie erstellst du einen Pressespiegel selbst?
Einen Pressespiegel selbst erstellst du in 5 Schritten. Der Ablauf funktioniert mit einer Tabelle, einem Textdokument oder einem Newsletter-Tool.
- Suchbegriffe festlegen. Firmenname, Produktnamen, Namen der Geschäftsführung, zwei bis drei Branchenbegriffe und die wichtigsten Wettbewerber.
- Quellen einrichten. Für Online-Medien ist Google Alerts der einfachste Start: Google schickt dir eine E-Mail, wenn in der Google-Suche neue Ergebnisse zu deinem Begriff erscheinen. Ergänze die Websites der Fachmedien, die deine Branche liest.
- Treffer prüfen. Wirf Dubletten und Fehltreffer raus. Halte zu jedem Artikel Medium, Datum, Titel und Link fest.
- Zusammenfassen statt kopieren. Schreib zu jedem Artikel zwei Sätze in eigenen Worten und verlinke das Original. Das ist schneller zu lesen und du verbreitest keine fremden Volltexte.
- Verteilen. Leg einen festen Rhythmus fest, etwa täglich um dieselbe Uhrzeit, und einen festen Verteiler.
Ordne die Treffer nach Relevanz: eigenes Unternehmen zuerst, dann Wettbewerb, dann Branche. Wer den Pressespiegel liest, hat selten mehr als ein paar Minuten. Eine Vorlage mit den Spalten Datum, Medium, Titel, Thema, Tonalität und Link hilft dir, dass jede Ausgabe gleich aussieht und du später auswerten kannst, welche Medien wie oft berichten.
Die Grenze dieser Methode: Printartikel, Inhalte hinter Paywalls sowie Radio und TV erfasst sie kaum. Und sobald du Artikel als PDF oder Volltext weitergibst, gelten die Regeln im nächsten Abschnitt.
Was erlaubt das Urheberrecht in Deutschland, Österreich und der Schweiz?
Das Urheberrecht erlaubt Pressespiegel in allen drei Ländern nur in engen Grenzen und meist gegen Vergütung. Wir geben hier den Gesetzeswortlaut und die Angaben offizieller Stellen wieder. Das ist keine Rechtsberatung. Für deinen Einzelfall frag eine Anwältin, einen Anwalt oder die zuständige Verwertungsgesellschaft.
Deutschland. § 49 Abs. 1 UrhG erlaubt die Vervielfältigung und Verbreitung einzelner Zeitungsartikel und Rundfunkkommentare, „wenn sie politische, wirtschaftliche oder religiöse Tagesfragen betreffen und nicht mit einem Vorbehalt der Rechte versehen sind“. Dafür ist eine angemessene Vergütung fällig, die nur eine Verwertungsgesellschaft geltend machen kann. Kurze Auszüge aus mehreren Artikeln in Form einer Übersicht sind davon ausgenommen. Vermischte Nachrichten tatsächlichen Inhalts und Tagesneuigkeiten sind nach Abs. 2 unbeschränkt zulässig. Die VG Wort schreibt, dass elektronische Pressespiegel per Intranet oder E-Mail nach § 49 UrhG oder mit verlegerischen Lizenzen entstehen und alle aufgenommenen Artikel der PMG gemeldet und bezahlt werden müssen. Die PMG hat für § 49 UrhG das Inkasso für die VG Wort übernommen.
Österreich. § 44 Abs. 1 UrhG erlaubt, einzelne Aufsätze über wirtschaftliche, politische oder religiöse Tagesfragen in anderen Zeitungen und Zeitschriften zu vervielfältigen, solange kein Vorbehalt der Rechte besteht. Einfache Mitteilungen wie Tagesneuigkeiten sind nach Abs. 3 nicht geschützt. § 42 Abs. 3 UrhG erlaubt einzelne Kopien zum eigenen Gebrauch, „sofern es sich nur um eine analoge Nutzung handelt“. Nach Abs. 5 liegt kein eigener Gebrauch vor, wenn die Kopie dazu dient, das Werk der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Schweiz. Art. 19 Abs. 1 lit. c URG zählt das Vervielfältigen in Betrieben „für die interne Information oder Dokumentation“ zum Eigengebrauch. Nach Art. 20 URG ist dafür eine Vergütung geschuldet, die nur zugelassene Verwertungsgesellschaften einfordern. Laut IGE zieht ProLitteris sie bei den Betrieben ein. Art. 19 Abs. 3 lit. a URG schließt außerhalb des privaten Kreises die vollständige oder weitgehend vollständige Vervielfältigung im Handel erhältlicher Werkexemplare aus. Das Bundesgericht hat 2007 entschieden (Urteil 4C.73/2007), dass Presseausschnittdienste Dritte im Sinn von Art. 19 Abs. 2 URG sein können. Wie unterschiedlich Anbieter damit umgehen, zeigen die AGB von ARGUS Data Insights: Die Weiternutzungsrechte muss dort der Kunde selbst bei den Verlagen einholen.
Was ist eine Medienresonanzanalyse?
Eine Medienresonanzanalyse wertet aus, wie viel, wo und in welchem Ton Medien über ein Unternehmen, eine Marke oder ein Thema berichten. Der Pressespiegel liefert die Artikel, die Medienanalyse macht daraus Kennzahlen und Schlüsse.
Was gemessen wird, zeigen die Leistungsbeschreibungen der Anbieter:
| Anbieter | Medienanalyse laut Anbieter |
|---|---|
| Landau Media | statistisch und qualitativ, mit Share of Voice, Tonalitäts-Index, PR-Wert und Anzeigenäquivalenzwert |
| pressrelations | klassische Medienresonanzanalyse, dazu Reputations-, Benchmark-, ESG-, Input-Output- und Tonalitätsanalysen |
| APA-Comm | quantitative Kennzahlen plus qualitative Auswertung nach den Barcelona Principles, als Erweiterung |
| ARGUS Data Insights | Medienpräsenz, Tonalität, Reputation und PR-Arbeit |
| Media Focus | Relevanz, Tonalität und Verbreitung der Beiträge |
| PMG Presse-Monitor | MediaMeter zum Selbermachen: Reichweiten, Tonalität, AVE, Share of Voice |
| Cision | Medienresonanz-, Benchmark- und C-Level-Analysen als Dienstleistung |
| dpa / news aktuell | Resonanz auf eine über ots verbreitete Pressemitteilung, vier Wochen lang |
Die Barcelona Principles sind Grundsätze zur Messung von Kommunikation, die der Branchenverband AMEC herausgibt; die Fassung 3.0 stellte AMEC im Juli 2020 vor.
Unser Rat: Leg vor der ersten Medienanalyse fest, welche Frage sie beantworten soll, etwa ob eure Pressearbeit die Kernbotschaften in die Medien bringt. Eine Zahl wie der PR-Wert ist ohne diese Frage schwer zu deuten. Vergleiche die Ergebnisse außerdem über mehrere Monate und mit denselben Suchbegriffen, sonst misst du Änderungen am Setup statt an der Berichterstattung.
Welche Anbieter erstellen Pressespiegel im DACH-Raum?
Pressespiegel als Dienst liefern im DACH-Raum unter anderem Medienbeobachter mit Sitz in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Tabelle zeigt die Anbieter aus unserer Datenbank mit belegten Angaben zu Pressespiegel und Rechten. Quelle sind die Anbieter selbst, Stand 13.10.2026.
| Anbieter | Sitz | Pressespiegel laut Anbieter | Rechte laut Anbieter | Preis |
|---|---|---|---|---|
| Landau Media | Berlin | frühmorgens als PDF, HTML, Feed oder im Portal MediaAccount | Lizenz über PMG, Landau übernimmt das Lizenzmanagement; AGB setzen einen PMG-Vertrag voraus | Full Service auf Anfrage; KI-Pakete ab 299 EUR netto pro Monat |
| pressrelations | Düsseldorf | täglich als HTML/PDF, Podcast, API oder in Microsoft Teams | Rechte für interne Verbreitung enthalten; in Österreich mit dem VÖZ | nach Erstgespräch |
| APA-Comm | Wien | täglich im PR-Desk | „alle Lizenzgebühren“ übernimmt APA-Comm | ab 59 EUR pro Monat (bis 10 Treffer, 5 Keywords) |
| ARGUS Data Insights | Zürich | Medienspiegel mit Editor, Verteilerlisten und Versandzeiten | Weiternutzungsrechte holt laut AGB der Kunde selbst ein | auf Anfrage |
| Media Focus | Zürich | Medienspiegel zur Weitergabe im Unternehmen | nicht veröffentlicht | auf Anfrage |
| PMG Presse-Monitor | Berlin | Self-Service: MediaMonitor, mit Pressespiegel-Manager im Corporate Design als PDF oder Newsletter | Nutzungsrechte je Artikel beim Bezug, Lizenzkosten je Beitrag zusätzlich | ab 50 EUR netto pro Monat plus Lizenzkosten |
| Cision | Frankfurt am Main | Pressespiegel als Dienstleistung von Cision Insights, Frequenz nach Wunsch | Clippings „lizenzkostenschonend“, Lizenzpartner nicht genannt | auf Anfrage |
| Meltwater | Berlin (DE-Gesellschaft) | in unserer Faktenbasis nicht belegt | nicht belegt | individuell |
So liest du die Tabelle: Für Österreich ist APA-Comm mit öffentlichen Preisen ab 59 EUR der günstigste belegte Einstieg, deckt aus Deutschland und der Schweiz aber nur ausgewählte Leitmedien ab. Brauchst du alle drei Länder und die Lizenz aus einer Hand, kommen pressrelations oder Landau Media infrage. Bei ARGUS Data Insights planst du die Rechte selbst ein. Willst du die Artikel selbst auswählen und nur die Rechte einkaufen, gehst du zu PMG Presse-Monitor, der Gemeinschaftsfirma deutscher Verlage.
Nicht in die Tabelle gehört das Angebot von dpa / news aktuell. Das „ots-Monitoring by ARGUS“ der dpa-Tochter ist laut news aktuell nur als Add-on zur Verbreitung einer Pressemitteilung über ots buchbar und wertet vier Wochen lang die Resonanz auf diese eine Meldung aus. Die Clippings stammen laut AGB aus dem PMG-Portfolio, nutzen dürfen sie drei Personen. Einen laufenden Pressespiegel ersetzt das nicht.
Scores und alle weiteren Kriterien findest du unter Medienbeobachtung im Vergleich. Wie wir bewerten, erklärt unsere Methodik.
Passende Tools aus unserem Vergleich
APA-Comm
Vorläufig: Belegquote 57 % Medienbeobachtung der Austria Presse Agentur unter der Marke APA-Comm: tägliche Treffer aus Print, Online, Radio/TV, Podcasts und Social Media samt Pressespiegel im PR-Desk, optional Medienanalyse und redaktionelle Aufbereitung.
ab € 59/Monat
Landau Media
Vorläufig: Belegquote 67 % Berliner Medienbeobachter mit Medienmonitoring über Print, Online, Nachrichtenagenturen, TV, Hörfunk, Podcasts und Social Media, digitalem Pressespiegel, Medienanalysen und dem Kundenportal MediaAccount; für kleinere Unternehmen zusätzlich KI-basierte Monitoring-Pakete zum Festpreis.
ab € 299/Monat
PMG Presse-Monitor
Vorläufig: Belegquote 53 % Verlagseigene Pressedatenbank und Lizenzstelle für digitale Pressespiegel: Self-Service-Plattform PMG MediaHub mit MediaMonitor (Recherche, Alerts, lizenzierte Pressespiegel aus über 3.000 Print- und Online-Titeln) und MediaMeter (Medienanalyse), dazu Nutzungs- und Archivierungsrechte für selbst erstellte Pressespiegel.
ab € 50/Monat
pressrelations
Inhabergeführter Media-Intelligence-Anbieter mit crossmedialen Medienspiegeln, Medienanalysen und Trendfrüherkennung als Service sowie der eigenen Plattform NewsRadar für Media Monitoring, Alerting, Dashboards, Social Listening, Journalist Outreach und GEO-Monitoring.
Preis auf Anfrage
Häufige Fragen
Was ist ein Pressespiegel?
Ein Pressespiegel ist laut Duden eine „Zusammenstellung aktueller Presseberichte“. In Unternehmen sammelt eine Person oder ein Dienst die Artikel über die eigene Marke, die Geschäftsführung, Wettbewerber und Branchenthemen und schickt sie gebündelt an einen festen Verteiler. Heute kommt ein Pressespiegel fast immer elektronisch an, als PDF, als HTML-Mail, im Intranet oder in einem Kundenportal.
Wie erstelle ich einen Pressespiegel?
Einen Pressespiegel erstellst du in 5 Schritten: Suchbegriffe festlegen, Quellen wie Google Alerts und Fachmedien einrichten, Treffer prüfen, jeden Artikel in eigenen Worten zusammenfassen und das Ergebnis in festem Rhythmus an einen festen Verteiler schicken. Eine Vorlage mit Datum, Medium, Titel, Thema, Tonalität und Link hält jede Ausgabe gleich. Kopierst du ganze Artikel, brauchst du eine Lizenz.
Was ist der Unterschied zwischen Pressespiegel und Medienspiegel?
Beide Begriffe meinen eine Zusammenstellung von Medienberichten; „Medienspiegel“ verwenden mehrere Anbieter für Zusammenstellungen über die Presse hinaus. pressrelations nennt sein Produkt einen crossmedialen Medienspiegel und liefert ihn auch als Podcast, ARGUS Data Insights und Media Focus in Zürich sprechen ebenfalls von Medienspiegeln. Ein Pressespiegel stammt dem Wortsinn nach aus der Presse. Im Alltag verwenden viele beide Wörter gleich.
Was ist der Unterschied zwischen Pressespiegel und Medienbeobachtung?
Die Medienbeobachtung sammelt alle Treffer zu deinen Suchbegriffen, der Pressespiegel enthält nur die ausgewählten Artikel und ist damit ihr Endprodukt. Bei Landau Media wählt laut Factsheet ein festes Redaktionsteam aus, bei pressrelations reicht die Spanne von vollautomatisch bis vollständig redaktionell. Anbieter für Medienbeobachtung mit allen Kriterien findest du unter Medienbeobachtung im Vergleich.
Was ist ein elektronischer Pressespiegel?
Ein elektronischer Pressespiegel ist ein Pressespiegel, der per Intranet oder E-Mail verteilt wird, etwa als PDF oder HTML-Mail. Die VG Wort unterscheidet ihn ausdrücklich vom Papierpressespiegel, weil die Abrechnung verschieden läuft: Papierpressespiegel fallen laut VG Wort in jedem Fall unter § 49 UrhG, elektronische entstehen nach § 49 UrhG oder mit verlegerischen Lizenzen. Das ist keine Rechtsberatung.
Darf ich einen Pressespiegel im Intranet oder per E-Mail teilen?
In Deutschland ja, aber nicht kostenlos. Laut VG Wort entstehen elektronische Pressespiegel per Intranet oder E-Mail nach § 49 UrhG oder mit verlegerischen Lizenzen, und alle aufgenommenen Artikel müssen der PMG gemeldet und bezahlt werden. Eine reine Linkliste mit eigenen Zusammenfassungen verbreitet keine fremden Texte. Das ist keine Rechtsberatung; im Zweifel fragst du die PMG oder eine Anwältin.
Kann ich einen Pressespiegel kostenlos erstellen?
Eine Linkliste kannst du ohne Lizenzkosten selbst erstellen. Google Alerts liefert neue Online-Treffer per E-Mail, und Google nennt dafür keinen Preis. Kosten entstehen, sobald du Artikel kopierst und verteilst: In Deutschland sind Pressespiegel laut VG Wort vergütungspflichtig, in der Schweiz besteht nach Art. 20 URG für betriebsinterne Kopien eine Vergütungspflicht. PMG Presse-Monitor lässt sich laut Anbieter eine Woche kostenfrei testen.
Was kostet ein Pressespiegel-Dienst?
Ein Pressespiegel-Dienst kostet je nach Anbieter ab 50 EUR im Monat, viele nennen aber gar keinen Preis. APA-Comm nennt 59 EUR pro Monat für bis zu 10 Treffer und 5 Keywords. PMG Presse-Monitor nennt für den MediaMonitor ab 50 EUR netto pro Monat, plus Lizenzkosten je Artikel. Landau Media nennt den klassischen Pressespiegel nur auf Anfrage; auch pressrelations, ARGUS Data Insights, Cision und Media Focus machen Angebote nach Anfrage (Stand 13.10.2026).
Brauche ich in Österreich oder der Schweiz eine Lizenz für den Pressespiegel?
Das hängt von der Nutzung ab, und das Gesetz regelt es anders als in Deutschland. In Österreich erlaubt § 42 Abs. 3 UrhG Kopien zum eigenen Gebrauch nur analog. In der Schweiz gilt die interne Kopie im Betrieb nach Art. 19 URG als Eigengebrauch, ist nach Art. 20 aber vergütungspflichtig. APA-Comm übernimmt laut eigener Angabe alle Lizenzgebühren. Keine Rechtsberatung.
Erfasst ein Pressespiegel auch Radio und TV?
Ein Pressespiegel erfasst Radio und TV, wenn du ihn bei einem Dienst mit Rundfunkbeobachtung bestellst; selbst erstellt gelingt das kaum. Landau Media nennt in seinem Factsheet von 2022 140 TV-Sender und 220 Hörfunksender und liefert auf Wunsch Radio- und TV-Beiträge. PMG Presse-Monitor nennt für den MediaMonitor dagegen nur Print- und Online-Titel, keine TV- oder Radioquellen (Stand 13.10.2026).
Wer ist die PMG Presse-Monitor?
Die PMG Presse-Monitor ist laut eigener Angabe „ein Unternehmen deutscher Zeitungs- und Zeitschriftenverlage“ und vergibt Rechte für digitale Pressespiegel. Laut VG Wort hat die PMG für Pressespiegel nach § 49 UrhG das Inkasso für die VG Wort übernommen. Landau Media lizenziert seine Pressespiegel laut Factsheet über die PMG. Mit dem MediaHub verkauft die PMG selbst Software, mit der du Pressespiegel aus lizenzierten Artikeln erstellst.
Was misst eine Medienanalyse konkret?
Eine Medienanalyse misst, wie oft, wo und mit welcher Tonalität über dich berichtet wird. Landau Media nennt als Kennzahlen Share of Voice, Tonalitäts-Index, PR-Wert und Anzeigenäquivalenzwert. pressrelations bietet zusätzlich Benchmark-, ESG- und Input-Output-Analysen an. APA-Comm verbindet quantitative Kennzahlen mit qualitativer Auswertung nach den Barcelona Principles.
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